22.06.2021

#Heldenkader

Volkswagen und der DFB schicken 23 Helden der Corona-Zeit zur EM 2021

 

Gemeinsam mit dem DFB suchte Volkswagen 23 Frauen und Männer, die während der Pandemie Großartiges geleistet haben. Dazu zählen neben Beschäftigten der systemrelevanten Berufe ausdrücklich auch Menschen, die sich ehrenamtlich für die Gesellschaft eingesetzt haben. Auf Einladung von Volkswagen und DFB ist der Heldenkader bei einem Spiel der Fußball-Europameisterschaft 2021 dabei.

Eine Jury, der unter anderem Bundestrainer Joachim Löw angehört, hat aus allen Vorschlägen die 23 Frauen und Männer für den Heldenkader nominiert. Diesen wurden Volkswagen und der DFB am 12. Juli 2020 bekanntgegeben - an jenem Sonntag, an dem eigentlich das EM-Finale im Londoner Wembley-Stadion angepfiffen worden wäre.

Für Engagement in den Heldenkader berufen

Einer der 23 Personen des "Heldenkaders" ist Rolf Kisser. In der Corona-Pandemie kümmerte sich der Altenpfleger bei der Einrichtung Via Vita der diakonischen Stiftung Friedehorst um die Pflege seiner Wachkoma-Patienten, obwohl er selbst zur Risikogruppe gehört. Für sein Engagement wurde er in den Heldenkader berufen.

Pflege ist auch eine emotionale Herausforderung

Was Rolf Kisser macht, erfordert starke Nerven. Er pflegt Wachkoma-Patienten – und das ist oft eine enorme emotionale Belastung. Die Erkrankten haben die Augen geöffnet, können sich jedoch meist weder durch Worte noch durch Gesten mitteilen oder auf Zuwendungen reagieren. Rolf Kisser kümmert sich bestmöglich um diese Menschen. Er ist Altenpfleger und hat während der Corona-Pandemie auf seiner Station eine am Virus erkrankte Patientin betreut. Mit der Berufung in den Heldenkader und der Einladung zum EM-Finale 2021 nach London dankt VW ihm für diesen starken Einsatz.

"Ich mache einfach nur meinen Job"

Der Job als Altenpfleger fordert ihn sehr. Als wäre die Arbeit mit Wachkoma-Patienten nicht schon herausfordernd genug, kam im Frühjahr die Corona-Pandemie hinzu – und mit ihr die Erkrankung einer Bewohnerin. Deshalb musste die Einrichtung komplett isoliert werden. Ohne Zögern übernahm Kisser die Betreuung der Erkrankten. Als Held sieht er sich deswegen noch lange nicht. „Ich mache einfach nur meinen Job.“ Mittlerweile ist die Lage in seiner Einrichtung schon lange dank gelungenem Hygienekonzept wieder unter Kontrolle und er bei der Arbeit, die er am besten kann: seine Wachkoma-Patienten pflegen und dabei über das Leben sprechen, auch wenn sie ihm kein verbales Feedback geben werden. „Aber die Hoffnung ist immer da, dass sie zuhören, sich ein Finger bewegt oder sie irgendwann doch wieder aus dem Wachkoma erwachen.“

Sohn hat Vater vorgeschlagen

„Ich freue mich riesig“, sagt der 61-Jährige. „Dass ich dank meines Sohnes jetzt zur EM kann, ist Weltklasse.“ Mathis hatte im Internet von der gemeinsamen Aktion des DFB und Volkswagen erfahren und kurzerhand entschieden, seinen Vater vorzuschlagen. „Sicherlich hätten alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen seiner Krankenstation die Nominierung für den Heldenkader verdient gehabt. Aber ich bin sicher, dass sich mein Papa ganz besonders darüber freut“, erzählt der 24-Jährige.

SV Grohn im Herzen und in der Brust

Rolf Kisser liebt und lebt Fußball – auf und neben dem Platz. Jahrelang spielte er als Linksaußen in einem Dorfverein in der Nähe von Cuxhaven. Mittlerweile steht er zwar nicht mehr selbst auf dem Platz, betreut aber noch die erste Herrenmannschaft des Landesligisten SV Grohn. Dafür reist er am Wochenende auch gerne mal quer durch die Region. „Auf und neben dem Platz zu stehen, Emotionen zu zeigen, laut zu werden und auch mal mit dem Schiedsrichter zu diskutieren – das macht für mich Fußball aus und das liebe ich an dem Sport.“ Nach dem Spiel sitzt er mit seinem Team häufig noch beisammen und plaudert übers Leben. Für Kisser der perfekte Ausgleich zu seinem toughen Beruf.


EM-Vorrundenspiel Deutschland gegen Portugal

Die wahren Helden standen am Samstagabend in München nicht auf dem Rasen, sondern saßen auf der Tribüne: 15 Frauen und Männer, die in der Coronakrise Besonderes geleistet haben, waren auf Einladung von Volkswagen beim EM-Vorrundenspiel Deutschland gegen Portugal dabei.

Ursprünglich war geplant, dass dieser im Juli zum EM-Finale nach London fliegt. „Das aber hätten wir pandemiebedingt nicht verantworten können. Zumal wir auch nicht wissen, welche Reise- und Quarantänebestimmungen dann gelten“, sagt Christoph Neininger aus dem Volkswagen Fußball Center. Alternativ ging es deshalb nun nach München, wo für die deutsche Mannschaft gegen Portugal auch schon so etwas wie ein Endspiel auf dem Programm stand.

Pierre Littbarski und Peter Maffay als Überraschungsgäste

In der bayrischen Landeshauptstadt erlebten die aus ganz Deutschland angereisten Heldinnen und Helden ein unvergessliches Wochenende. In einem der offiziellen Turnierbusse der UEFA ging es für die Gewinner am Samstagnachmittag vom Hotel ins Stadion. Mit an Bord: Pierre Littbarski. Der Weltmeister von 1990 würdigte das außergewöhnliche Engagement der Gewinner.

Im VIP-Bereich des Stadions wartete dann mit Peter Maffay der nächste Überraschungsgast auf den Heldenkader. "In der Pandemie waren und sind wir aufeinander angewiesen", sagte der Deutsch-Rocker und bedankte sich bei jedem einzelnen Helden persönlich für dessen Einsatz. "Ich hoffe, dass dieser Zusammenhalt die Pandemie übersteht."

Auch Hiltrud D. Werner, im Volkswagen Vorstand für die Bereiche Integrität und Recht zuständig, ließ es sich nehmen, die Heldinnen und Helden zu begrüßen. „Sie haben Großartiges für diese Gesellschaft geleistet“, sagte Werner.

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