11.01.2021

Hoffnungs-Briefe für Senior*innen

Sie schenken mit Ihrem Brief Hoffnung und Zuversicht in dieser Zeit

 

Viele Senior*innen in Alten- und Pflegeheimen der Diakonie Bremen empfangen wegen des Corona-Virus und der vom Bundesland Bremen verabschiedeten Rechtsordnung keinen oder weniger Besuch ihrer Angehörigen oder Freunde während der Pandemie. Das ist eine schwierige Zeit für alle Beteiligten. Darum hat die Diakonie Bremen, gefördert durch die Sparkasse Bremen, im Frühjahr 2020 erstmals zur Aktion Hoffnungsbriefe aufgerufen. So sollten auch ohne persönliche Begegnungen schöne Kontakte entstehen. Die Aktion Hoffnungsbriefe ist angelehnt an ein ähnliches Projekt der Diakonie Hamburg.

Hunderte Hoffnungs-Briefe bereits übergeben

Die Resonanz war riesig. Im Frühjahr 2020, als die Pandemie für uns alle noch neu war, erhielten wir schon nach kurzer Zeit zahlreiche Hoffnungs-Briefe und gaben diese an die Bewohner*innen unserer Altenhilfeeinrichtungen weiter. Besonders in der Vorweihnachtszeit 2020 nam die Zahl der Briefe rasant zu, so dass man von einer echten Hoffnungswelle sprechen kann. Auch der Weser-Kurier und Radio Bremen haben die Aktion durch Berichterstattungen unterstützt. Firmen, Schulklassen und viele Einzelpersonen sind unserem Aufruf gefolgt und haben uns Briefe geschickt.

Weihnachtshoffnungsbriefe auf einem Tisch.
Foto: Vanessa Gren

Freude für die Briefempfänger

Die Hoffnungsbriefe werden in den Einrichtungen an die Bewohner*innen verteilt oder auch vorgelesen (wie auf dem Bild rechts aus dem Haus Emmaus zu sehen ist). Egal ob ein hangeschriebener Brief, eine Bastelarbeit oder auch Fotos - die Freude ist bei den Empfängern der Hoffnungsbriefe groß. Immer wieder hören wir dies aus unseren Einrichtungen. "Wir sind überwältigt von den zahlreichen Hoffnungsbriefen die unsere Gäste erreichen. Unter den Zuschriften gestern waren auch Briefe der Bremer Philharmoniker mit musikalischen Zugaben. Jede Brief, der uns erreicht, zeigt, wie solidarisch und herzlich unser Land ist! Vielen Dank", schreibt zum Beispiel die DIAKO Kurzzeitpflege über die Aktion Hoffnungsbriefe auf ihrem Facebook-Profil.

Eine Betreuungskraft liest einer Bewohnerin im Haus Emmaus einen Hoffnungsbrief vor.
Foto: Insa Paßmann

Brieffreundschaften entstehen

Auch wenn das Angeben der Absenderadresse freiwillig ist, so sind bei der Aktion Hoffnungsbriefe schon echte Brieffreundschaften entstanden. Denn viele Empfänger*innen freuen sich so sehr über die unverhoffte Post, dass sie direkt antworten. Das ist eine große Freude für beide Seiten. Und so sind schon richtige Brieffreundschaften entstanden (wie auch im Falle der Briefschreiberin rechts), die vielleicht auch nach der Pandemie weiter bestehen werden.

"Ute aus dem Haus am Kirchweg freut sich immer wieder neu, wenn sie Hoffnungsbriefe erhält. Sie hat schon viele dieser wunderbaren Briefe bekommen und zum Teil auch beantwortet. Das Beste daran: Mit zwei Frauen hat sich daraus eine schöne Brieffreundschaft entwickelt. Auch unsere anderen Bewohner*innen im Haus am Kirchweg freuen sich über Hoffnungsbriefe, und das nicht nur in Pandemiezeiten. Schließlich tut es einfach gut zu wissen, dass es Menschen gibt, die an einen denken", schreibt der Verein für Innere Mission auf seiner Facebook-Seite über unsere Aktion Hoffnungsbriefe.

Eva Deelwater liest einen Hoffnungsbrief.
Foto: Elke Deelwater

Und so können auch Sie bei der Aktion mitmachen:

Wir bitten Sie: Schicken Sie Bilder und gute Gedanken! Schreiben Sie einen Brief an einen älteren Menschen. Erzählen Sie von sich, Ihrem Alltag und wie Sie gut durch die Corona-Isolation kommen. Schicken Sie Gedichte, Bilder, Gedanken, Gebete.

Das Diakonische Werk Bremen e.V. erhält Ihren Brief postalisch und leitet ihn weiter an die diakonischen Altenhilfeeinrichtungen in Bremen, in denen mehr als 1.000 ältere Menschen leben.

Schicken Sie Ihren Brief an folgende Adresse:

Diakonisches Werk Bremen e.V.
Stichwort: Hoffnungsbrief
Contrescarpe 101
28195 Bremen

Bitte achten Sie auf die ausreichende Frankierung, damit der Brief uns auch erreicht. Sie dürfen auch Ihre Absenderadresse angeben. Bitte haben Sie aber Verständnis, wenn eine ältere Person nicht auf Ihren Brief antwortet.

Bitte senden Sie nur richtige Briefe, keine E-Mails, da diese nicht weitergegeben werden können. Ein schön gestalteter Brief, zum Beispiel mit der Hand geschrieben, kann ein großes Zeichen der Solidarität und Nächstenliebe sein und den älteren Menschen in dieser schweren Zeit Hoffnung und Freude schenken.

Die Aktion Hoffnungsbrief läuft solange die Corona-Pandemie zu Einschränkungen der Besuchsmöglichkeiten führt weiter!

Schreiben Sie einen Brief an einen älteren Menschen. Erzählen Sie von sich, Ihrem Alltag und wie Sie gut durch die Corona-Isolation kommen. Schicken Sie Gedichte, Bilder, Gedanken, Gebete.

Bitte senden Sie nur richtige Briefe, keine E-Mails, da diese nicht weitergegeben werden können. Ein schön gestalteter Brief, zum Beispiel mit der Hand geschrieben, kann ein großes Zeichen der Solidarität und Nächstenliebe sein und den älteren Menschen in dieser schweren Zeit Hoffnung und Freude schenken.

Die Aktion Hoffnungsbrief läuft solange die Corona-Pandemie zu Einschränkungen der Besuchsmöglichkeiten führt weiter. Also sind Briefe jederzeit herzlich willkommen!

Sie dürfen auch Ihre Absenderadresse angeben. Bitte haben Sie aber Verständnis, wenn eine ältere Person nicht auf Ihren Brief antworte

Falls Sie mehrere Briefe senden möchten, können Sie uns diese gerne in einem Umschlag zukommen lassen. Bitte vermerken Sie dann außen auf dem Umschlag, dass mehrere Briefe in diesem Umschlag sind. Übrigens: Auch der Umschlag der einzelnen Briefe darf gestaltet werden - wir geben die Briefe mit den Umschlägen weiter.

Als Anrede empfehlen wir etwas neutrales, wie „Liebe Damen und Herren“. Oder Sie schreiben auf den Umschlag mit drauf, wenn es z.B. ein Brief für eine Dame ist. Das wird dann entsprechend zugeordnet.

Sie brauchen keine weitere Briefmarke in den Umschlag legen. Wir leiten für Sie den Brief an unsere Einrichtung weiter - gesammelt zusammen mit anderen Briefen. Bitte achten Sie aber darauf, dass der Umschlag an das Diakonische Werk ausreichend frankiert ist, damit er uns erreicht.

Ja, das können Sie gerne machen, falls Sie die Briefe nicht schicken möchten. Unsere Postadresse lautet zwar Contrescarpe 101, Sie finden unseren Briefkasten aber am Seiteneingang des Gebäudes an der Birkenstraße 34. Bitte werfen Sie aber zwischen den Weihnachtsfeiertagen und Neujahr keine Briefe bei uns ein, da in dieser Zeit die Geschäftsstelle geschlossen ist.

Text: Regina Bukowski


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