21.09.2021

Lebensmittelgutscheine für Menschen aus benachteiligten Stadtteilen

Diakonie Bremen unterstützt ältere Frauen und alleinerziehende Frauen mit Gutscheinen

 

Armut hat viele Ursachen – ein hohes Armutsrisiko tragen Alleinerziehende und ältere Menschen, insbesondere Frauen. Die Corona-Pandemie hat das noch verschärft, denn sie trifft Menschen besonders hart, die schon vorher mit schweren Belastungen und großen Herausforderungen zu kämpfen hatten.

Um besonders diese beiden Zielgruppen und auch andere bedürftige Familien gerade jetzt in der Pandemie zu unterstützen und ein wenig Stabilität zu geben, hat die Diakonie Bremen ein neues Angebot ins Leben gerufen. Dank einer Förderung der Aktion Mensch können in diesem Herbst 1.000 Lebensmittelgutscheine in Höhe von je 50 Euro verteilt werden. Die Gutscheine können von den Betroffenen bei Rewe und Edeka für Lebensmittel und Drogerieartikel eingelöst werden.

Um die Betroffenen zu erreichen, werden die Gutscheine vom Haus der Zukunft und von der Kita Lüssum in Bremen-Nord, Kita Diedrich Bonhoeffer in Huchting, Kita Dreifaltigkeit in der Neuen Vahr, Kita Trinitatis in Tenever und Kita Gröpelingen verteilt. Ob bedürftige Alleinerziehende und Familien einen oder zwei Gutscheine erhalten, hängt von der Anzahl der Kinder ab.  

„Ich bin froh, dass wir mit diesem Angebot zahlreiche Alleinerziehende und Familien unterstützen können, die gerade jetzt in diesen Tagen eine zusätzliche Unterstützung benötigen – das ist für die Erziehenden wie für die Kinder wichtig. Natürlich ist es aber auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein – wir brauchen strukturelle Veränderungen, um Alleinerziehende, Familien und auch ältere Menschen gerade in Bremen vor Armut zu bewahren“, sagt Landesdiakoniepastor Manfred Meyer, Vorstand des Diakonischen Werks Bremen e.V.

„Wir sind dankbar, dass die Diakonie Bremen dieses Gutscheinangebot unseren Familien macht. Gerade jetzt in der Pandemie ist jede Hilfe willkommen – denn die Pandemie bringt viele große Herausforderungen mit sich, wie Kurzarbeit und für Familien mit größeren Kindern auch das Homeschooling“, sagt Jutta Wedemeyer, Leiterin der Kita Lüssum.

„Schön, dass wir auch im Haus der Zukunft die Gutscheine ausgeben. So können wir in unserem Mehrgenerationenhaus viele Betroffene, gerade auch ältere Frauen, deren Rente vorne und hinten nicht ausreicht, jetzt in der Pandemie unkompliziert unterstützen“, sagt Ilka Krüner-Reuß, vom Vorstand des Haus der Zukunft e.V. Bremen-Lüssum.

Wer gilt als arm? Was ist der Unterschied zwischen absoluter und relativer Armut? Dieses Wissen Kompakt gibt einen Überblick zur Definition von Armut sowie Zahlen und Hintergründen.

Gefördert von:

Text: Regina Bukowski und Ulrike Nachtwey

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